Notfall Gaza

Über 50.000 Tote, ein zusammengebrochenes Gesundheitssystem und eine Bevölkerung ohne Zugang zu Nahrung und Wasser.

Ein Gesundheitssystem am Rande des Zusammenbruchs

Seit dem 7. Oktober 2023 ist der Gazastreifen Schauplatz einer Katastrophe, die über 50.000 Palästinenser das Leben gekostet und mehr als 113.000 verletzt hat. Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten am 18. März 2025 nach dem Zusammenbruch eines zweimonatigen Waffenstillstands hat die ohnehin prekäre humanitäre Lage weiter verschärft.

Ein Gesundheitssystem am Rande des Zusammenbruchs

Die Krankenhäuser in Gaza, die bereits durch jahrelange Blockaden und Angriffen geschwächt waren, sind heute völlig überlastet. Der Mangel an wichtigen Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und qualifiziertem Personal erschwert die Versorgung der Verletzten erheblich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dass die anhaltenden Angriffe Millionen von Menschenleben gefährden und fordert dringend die Wiederherstellung des Waffenstillstands, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Kinder zählen zu den Hauptopfern

Kinder zahlen einen besonders hohen Preis in dieser Katastrophe. Über 270 Kinder wurden seit Wiederaufnahme der israelischen Angriffe getötet – dies ist eine der tödlichsten Perioden für Kinder seit Beginn des Krieges. Laut dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) leben in Gaza derzeit mehr Kinder mit Amputationen als je zuvor in der modernen Geschichte – eine direkte Folge der anhaltenden Gewalt.

Nahrungsmittelknappheit und drohende Gesundheitskrise

Die von Israel am 2. März 2025 verhängte Blockade verhindert jegliche humanitäre Hilfe – darunter Nahrung, Trinkwasser und medizinische Versorgung. Die Vereinten Nationen warnen, dass bis Ende März über eine Million Menschen keine Nahrungsmittelhilfe mehr erhalten könnten, wenn die Blockade bestehen bleibt. Die Preise für Lebensmittel sind massiv gestiegen, was es den ohnehin verletzlichen Familien noch schwerer macht, sich zu ernähren.

Islamic Relief vor Ort in Gaza

Angesichts dieser dramatischen Situation hat Islamic Relief seine Ressourcen mobilisiert, um der Bevölkerung zu helfen. Seit Oktober 2023 wurden folgende Massnahmen umgesetzt: 

Medizinische Hilfe: 2.274.000 medizinische Artikel wurden an Krankenhäuser und Kliniken verteilt.

Lebensmittelhilfe:

– 28.210 Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln wie Reis, Nudeln, Konserven, Öl etc. 

– 7.971 Lebensmittelgutscheine 

– 282.327 Körbe mit frischem Gemüse für vertriebene Familien 

– Über 50 Millionen warme Mahlzeiten für die betroffene Bevölkerung

Wasser und Hygiene: 

– 936.217 Menschen erhielten Zugang zu Trinkwasser 

– 68.786 Hygienekits mit Seife, Shampoo, Damenhygieneartikeln, Zahnpasta, Windeln etc. 

– 85 Notunterkünfte wurden mit Reinigungsdiensten und Hygieneartikeln versorgt

Psychosoziale Unterstützung: 

– 100.533 Kinder und 503 Frauen erhielten psychosoziale Notfallhilfe

Unterkunft und Hilfsgüter: 

– 69.678 Haushalte erhielten Non-Food-Kits mit Kleidung, Matratzen, Decken, Kochutensilien etc. 

– Installation von 322 WASH-Einrichtungen (Wasser, sanitäre Versorgung und Hygiene) in Notunterkünften

Unterstützung für Waisenkinder: 17.775 Waisenkinder wurden durch Patenschaften unterstützt 

Gaza in der Krise: Islamic Relief ruft zur Hilfe auf

Angesichts dieser humanitären Katastrophe ist es unerlässlich, dass die internationale Gemeinschaft sofort und entschieden handelt. Islamic Relief arbeitet unermüdlich daran, medizinische Hilfe, Nahrung und psychosoziale Betreuung bereitzustellen. Doch die verfügbaren Mittel reichen bei weitem nicht aus, um den gewaltigen Bedarf zu decken. 

Wir appellieren an Ihre Mitmenschlichkeit und Grosszügigkeit, um unsere humanitäre Arbeit zu unterstützen. Jede Spende – ob klein oder gross – kann das Leben eines Palästinensers verändern. Gemeinsam können wir Leid lindern und Hoffnung schenken.