Hunger

Hunger und Unterernährung zählen zu den häufigsten Todesursachen auf der Welt. Hunger trifft insbesondere kleine Kinder. Mehr als 100 Millionen sind unterernährt.
Jedes Jahr sterben mehr als 3 Millionen Kinder unter 5 Jahren an Unterernährung.

Hungersnot und Unterernährung existieren nach wie vor im 2020

Heute können sich etwa 821 Millionen Menschen nicht satt essen.

Die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen stammen aus Ländern wie Jemen, Süd Sudan, Afghanistan und oder Syrien.

Warum ? Konflikte sind die Hauptursachen für Hungersnöte. Leider ist dies ein gemeinsamer Punkt in all diesen Ländern. Krieg zerstört die Wasserversorgung und medizinische Systeme, verhindert den Zugang zu Nahrungsmitteln, treibt die Preise in die Höhe und beschränkt den Zugang von humanitärer Hilfe.

Hunger und Dürre

Man schätzt, dass sich die von Dürre betroffenen Gebiete seit den 70er Jahren verdoppelt haben. Unabhängig davon, ob die Dürre durch veränderte klimatische Bedingungen oder menschlichem Handeln verbunden ist, sind die Folgen für das Leben der betroffenen Bevölkerung katastrophal:

  • – Verlust von Vieh, durch verdursten
  • – Ernteausfall durch mangelnde Bewässerung. Die Nahrungsmittelknappheit führt wiederum zu starken Preiserhöhungen, die es den Ärmsten verunmöglichen Lebensmittel zu kaufen.
  • Dehydration und die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Familien

Wassermangel führt häufig zur Verwendung von verschmutztem Wasser, das nicht für den menschlichen Gebrauch geeignet ist. Die Gesundheit der Opfer verschlechtert sich stark, was insbesondere bei Neugeborenen und älteren Menschen zum Tod führen kann.

Kritische Lage der Kinder angesichts des Hungers

Kriege und anhaltende Konflikte zerstören das Leben von Millionen von Kindern und Familien.

Kinder sind am stärksten betroffen.155 Millionen Kinder unter 5 Jahren leiden aufgrund mangelnder Ernährung unter Wachstumsstörungen. Jedes Jahr sterben 3,1 Millionen Kinder an Unterernährung.

Nahezu 1,4 Millionen Kinder sind unmittelbar vom Tod bedroht. In jedem der vier Länder (Jemen, Somalia, Süd Sudan und Nigeria), verlieren die vom Hunger bedrohten Kinder wegen Krankheiten wie Cholera, Masern, Durchfall und Dehydration ihr Leben.

22 Millionen Kinder sind in diesen 4 Ländern hungrig, krank, Vertriebene und gehen nicht zur Schule. Gewalt, Hunger und Durst zwingen die Menschen zur grenzüberschreitenden Flucht, und auch im Tschadseebecken und am grossen Horn von Afrika nehmen die Unterernährungsraten weiter zu.

(Quelle UNICEF)

Auf der ganzen Welt kämpft Islamic Relief gegen den Hunger

Unsere Notfallprogramme sehen die Verteilung von Wasser und Nahrungsmitteln an Menschen vor, die von Katastrophen wie Hunger oder Dürre betroffen sind. Unsere Teams arbeiten im Sudan, in Somalia, am Horn von Afrika, in Westafrika, aber auch im Jemen und in Syrien, um so viele Leben wie möglich zu retten.

Auch heute ist Ihre Hilfe mehr als wertvoll.

Ihre Spende macht einen echten Unterschied.

Wichtige Zahlen und Fakten – Quelle UNO

  • Anzahl Menschen, die 2017 an Hunger litten : 821 Millionen, also 1 von 9 Personen
    • in Asien: 515 Millionen
    • in Afrika : 256,5 Millionen
    • in Lateinamerika und in der Karibik : 39 Millionen
    • Kinder unter 5 Jahren, die an Wachstumsstörungen leiden (zu klein für ihr Alter) : 150,8 Millionen (22,2%)
    • Ausgemergelte Kinder unter 5 Jahren (untergewichtig im Vergleich zur Grösse): 50,5 Millionen (7,5%)

Die alarmierenden Anzeichen einer zunehmenden Ernährungsunsicherheit und den verschiedenen Formen der Unterernährung weisen eindeutig darauf hin, dass erhebliche Anstrengungen unternommen werden müssen, «um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird» und die Ziele nachhaltiger Entwicklung für Lebensmittelsicherheit und Ernährung erreicht werden. Wenn wir bis 2030 eine Welt ohne Hunger und jeglicher Form von Unterernährung erreichen wollen, müssen Massnahmen zur Stärkung der Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Nahrungsmittelsysteme, sowie die Lebensgrundlage der Menschen, angesichts von Klimaveränderungen und extremen Wetterereignissen, unbedingt beschleunigt und intensiviert werden.

erklärten die Leiter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), das Welternährungsprogramm (WFP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorwort zu ihrem Bericht.