Sudan

Die humanitäre Krise im Sudan, von der Millionen Menschen betroffen sind, spitzt sich weiter zu und wird durch bewaffnete Konflikte und wirtschaftliche Schwierigkeiten verschärft.

Zunahme der Konflikte im Sudan 

Die bewaffneten Konflikte haben in den letzten Wochen in mehreren Regionen stark zugenommen. Dazu gehören El Fasher (Hauptstadt von Nord-Darfur), El-Obeid (Hauptstadt von Nord-Kordofan) sowie verschiedene Teile von Al Jazirah und des Bundesstaates Khartum.  

Der Ausfall der Internet- und Mobilfunknetze im Februar/März 2024 beeinträchtigte die Kommunikation und den Transport der humanitären Hilfe. 

Wirtschaftliche Auswirkungen der Sudankrise 

Die drastische Abwertung des sudanesischen Pfunds (SDG) hat die wirtschaftliche Lage weiter verschärft, der Wechselkurs ist mit 1,200 SDG für 1 USD mehr als doppelt so hoch wie vor dem Konflikt. 

Humanitäre Lage im Sudan 

Die humanitäre Bilanz ist alarmierend: 

– Binnenvertriebene: 6.786.816 Menschen (1,352,268 Familien). 

– Sudanesische Flüchtlinge: 2.075.369 Menschen. 

– Bedürftige: 24,7 Millionen. 

– Akute Ernährungsunsicherheit: 17.7 Millionen Menschen. 

– Konfliktbedingte Todesopfer: Mehr als 15.550 Menschen getötet (Quelle: ACLED). 

– Betroffene Krankenhäuser: 125.

 

Islamic Relief-Nothilfe im Sudan 

Seit Beginn des Konflikts hat Islamic Relief 834.385 Menschen durch verschiedene Programme unterstützt: 

– Ernährungssicherheit und Existenzgrundlagen: 698.339 Menschen. 

– Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene: 42.454 Personen. 

– Unterkünfte und Non-Food-Artikel: 3.812 Personen. 

– Gesundheit und Ernährung: 74.184 Personen. 

– Schutz: 15.596 Personen.

 

Verteilung von humanitärer Hilfe 

– Nahrungsmittelverteilung: 6.172,32 Tonnen Nahrungsmittel an 466.510 Menschen. 

– Landwirtschaftliche Unterstützung: 206 Tonnen Saatgut für 20.000 Landwirte. 

– Finanzielle Unterstützung: 2 Millionen CHF wurden an 82.342 Menschen verteilt. 

– Wasserspeicherkits: 1.833 Kits für 6.890 Menschen.

 

Dringender Bedarf an humanitärer Hilfe für betroffene Menschen im Sudan: eine entscheidende humanitäre Priorität 

Zu den dringenden Bedürfnissen gehören: 

– Medikamente und wichtige medizinische Hilfsgüter. 

– Nahrungsmittel und logistische Unterstützung für Krankenhäuser. 

– Rehabilitation der Gesundheitsinfrastruktur. 

– Mobile Gesundheitsteams und Ernährungsmassnahmen für Kinder und Mütter. 

– Finanzielle Unterstützung für vertriebene Familien. 

– Verteilung von Hygiene-Kits und Lösungen zur Wasserspeicherung. 

– Hygieneaufklärung und Wiederherstellung der sanitären Infrastruktur. 

– Unterstützung der kommunalen Behörden bei der Abfallentsorgung. 

– Rehabilitation von Schulen und Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien. 

Finanzierung und Beiträge zur humanitären Hilfe im Sudan 

Für das Jahr 2024 hat Islamic Relief insgesamt über 10’200’000 CHF für Nothilfe zur Verfügung gestellt.  

Es gibt jedoch nach wie vor erhebliche Bedarfs- und Finanzierungslücken, die eine kontinuierliche Unterstützung erfordern, um die humanitären Ziele zu erreichen. 

Unterstützen wir gemeinsam weiterhin die Menschen im Sudan.