Jemen : “Die schlimmste humanitäre Krise der Geschichte”

Seit mehr als 3 Jahren wütet nun schon der Krieg im Jemen. Isoliert und von allen vergessen, stirbt die jemenitische Bevölkerung. In den letzten Wochen hat sich wegen den Kämpfen in der Stadt Hodeida die Krise noch verschlimmert.

Durch diesen Krieg sitzen Millionen von Zivilisten in der Falle, vor allem Frauen und Kinder. Die Bevölkerung versucht in diesem Gefängnis zu überleben. Sie sind Hunger, Cholera, den Bombardierungen und einem rauen Klima ausgesetzt.

Islamic Relief im Jemen

Islamic Relief arbeitet seit über 20 Jahren im Jemen und unsere Teams berichten, dass die 3 letzten Jahre die schwierigsten und katastrophalsten für die Bevölkerung waren.

Unsere Organisation ist in 19 Provinzen tätig und in 22 arbeitet wir eng mit dem Welternährungsprogramm (PAM) zusammen. Seit Beginn des Krieges führt Islamic Relief die Verteilung von Lebensmittelpaketen und Hygienekits durch und verbessert den Zugang zu Wasser und der Ernährungsversorgung. Vor Ort sind die Bedürfnisse enorm und die Zahl der Menschen, die Hilfe brauchen steigt stetig.

Islamic Relief hat schon

– Verteilung von Lebensmittelpaketen an fast 2 Millionen Menschen
– Zugang zu medizinischer Behandlung für mehr als 60 000 Personen
– Mehr als 2 700 Patenschaften
– Zugang zu Trinkwasser für fast 200 000 Menschen

Situation in zahlen

  • – Mehr als 3 Jahre Krieg
  • –  Mehr als 15 000 tote Zivilisten
  • – Mehr als 3 Millionen Flüchtlinge
  • – 14 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht
  • – 75 % der Bevölkerung braucht humanitäre Hilfe um zu überleben
  • – 70% der Bevölkerung lebt mit SFR 1 oder weniger pro Tag
  • – 17,8 Millionen Menschen sind Lebensmittelunsicherheit ausgesetzt, davon leiden 8,4 Millionen an starker Unterernährung und 1,8 Millionen Kinder sind keine 5 Jahre alt.
  • – Mehr als 1 Million Cholerafälle wurden zwischen 27.04.2017 und 30.09.2018 registriert, davon endeten 2 530 tödlich. 
  • – Alle 10 Minuten stirbt ein Kind an einer Krankheit, die hätte verhindert werden können.

Zeugenaussage

Es gibt so viele, die unter Cholera leiden. Das Spital ist bereits voll und sie nehmen täglich neue Kranke auf. Ich bete, dass es meinem Enkel und all den anderen Kindern bald besser geht. Dieser Konflikt verschlechtert unsere Lebensbedingungen. Ich bete dafür, dass dies schnell ein Ende nimmt.

Nora Mohammed ist 18 Monate alt. Sie lebt bei ihren Eltern, ihrer Schwester und 14 anderen Familienmitgliedern. Sie leidet an Unterernährung. Leider sind die Eltern nicht in der Lage ihr helfen oder sie behandeln zu lassen, denn sie haben kein Einkommen und keine Möglichkeit ein Spital aufzusuchen.

Viel zu vielen Kindern geht es gleich wie Nora. Die jemenitische Bevölkerung fürchtet sich heute mehr vor dem Hunger als vor den Bomben.

Nabil Saleh ist 6 Jahr alt. Er gehört zu den zahlreichen Kindern, die unter Cholera leiden. Seine Grossmutter kümmert sich um ihn. Sie hatte ihn ins Spital gebracht.

Helfen Sie uns, die Leiden der Opfer des Konflikts zu lindern !