Der humanitäre Bedarf bleibt bestehen

In der vergangenen Woche versuchten Zehntausende Menschen, von Marokko aus die spanische Exklave Ceuta zu erreichen – viele unter Einsatz ihres Lebens. Innerhalb weniger Tage sah sich die Stadt mit ihren 84.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit einem beispiellosen Zustrom konfrontiert, der Unterkünfte, Gesundheitsdienste und humanitäre Organisationen stark belastete.

Die humanitären Folgen sind verheerend. Mindestens 77 Menschen kamen ums Leben, wie eine Kommission von Gerichtsmedizinerinnen und Gerichtsmedizinern am Dienstag, dem 4. August, bekannt gab. Die meisten Opfer ertranken oder starben im Chaos des massiven Grenzübertritts.

Obwohl die Mehrheit der Menschen Ceuta inzwischen verlassen hat oder nach Marokko zurückgeführt wurde, ist die humanitäre Krise noch lange nicht beendet.

Noch immer befinden sich rund 3.000 Menschen in Ceuta, darunter zahlreiche unbegleitete Minderjährige. Ohne ausreichende Mittel und besonders schutzbedürftig sind sie auf humanitäre Hilfe angewiesen, um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken.

Der Bedarf bleibt gross

Lokale Einsatzkräfte, darunter das Spanische Rote Kreuz, setzen ihre Arbeit fort. Dennoch übersteigen die bestehenden Bedürfnisse weiterhin die verfügbaren Kapazitäten.

Den Menschen, die sich noch in Ceuta befinden, fehlen Hygieneartikel, Kleidung, Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter. Viele haben während ihrer Überfahrt alles verloren und leben unter äusserst prekären Bedingungen.

Gemeinsam mit lokalen Partnern leistet Islamic Relief Nothilfe, indem Hygienesets und weitere Hilfsgüter an besonders bedürftige Menschen verteilt werden. Besonderes Augenmerk gilt Frauen und Mädchen, deren spezifische Hygienebedürfnisse in Notsituationen häufig nur unzureichend berücksichtigt werden.

Spenden Sie jetzt, um die Menschen in Ceuta zu unterstützen und ihnen lebenswichtige Nothilfe zu ermöglichen.