Syrien

In den letzten Wochen haben starke Regenfälle den Norden von Syrien überschwemmt

Besonders betroffen sind die zahlreichen Camps der geflohenen Menschen nahe der türkischen Grenze.Die klimatischen Bedingungen treffen ein Land, welches ohnehin schon durch den Krieg zerstört wurde.

Die Temperaturen können in der Nacht bis unter 0 Grad Celsius sinken. Die Überschwemmungen in Verbindung mit den eiskalten Temperaturen haben schlimme Auswirkungen auf das Überleben der geflohenen Familien.

Am 26. Dezember 2018 haben heftige Regenfälle schlimme Überschwemmungen im Norden von Syrien entlang der türkischen Grenze verursacht.

Tausende von Zelten wurden weggerissen. In Atma, Karuma, Dana, Sarmada, Al Bab, Atareb und Qah führte dies zur Verlagerung zahlreicher Menschen ausserhalb der Camps.

Nach ersten Einschätzungen beträgt die Gesamtanzahl der Betroffenen dieser Camps 2329 Familien (ungefähr 12 000 Menschen). Idlib ist bereits in einer katastrophalen Situation und beherbergt Millionen von Bedürftigen. Diese Überschwemmung verschlimmert die Lebensbedingungen der Syrer.

Die Priorität für die betroffenen Familien:

  • – Heizungen haben
  • – In neuen Zelten unterbringen
  • – Mit Zeltplanen ausstatten
  • – Hochwasser abpumpen

Ahmed Mahmoud, Koordinator von Islamic Relief in Syrien erklärte:

Es ist eine tragische Situation für die Menschen, die bereits in verheerenden Bedingungen gelebt haben; in Zelten mit Temperaturen, die in der Nacht bis unter null fallen. Ausserdem waren sie gezwungen bei den heftigen Regenfällen ihre Unterkünfte zu verlassen. Die Menschen waren schon durch den Mangel an Lebensmitteln, Wasser und Sanitäranlagen in den Camps geschwächt und nun kämpfen sie ums Überleben. Wir sind sehr besorgt, da wir sehen, dass mehr und mehr Familien betroffen sind. Das Wasser zieht sich zurück und der Schaden wird sichtbar.“

Umm Adnan, Mutter und 58 Jahre alt, hat durch die Überschwemmungen alles verloren. Ihr Zelt wurden von den Wassermengen mitgerissen.

Wie viele Syrer, die in Idlib leben, gehörte sie bereits wegen des Krieges seit fünf Jahre zu den Vertriebenen und hat nun nochmals alles verloren.

«Wo sollen wir jetzt hin? Sogar unsere Zelte sind zusammengebrochen und wurden weggeschwemmt. Wir haben keine Bleibe mehr. Was sollen wir jetzt tun? Ich fühle mich völlig überfordert. Wir leben unter erbärmlichen Bedingungen. Wir haben alles verloren. Der Regen hat die Lager überschwemmt. Kinder und Frauen mussten weggehen, wir wissen nicht, wo unsere Kinder heute schlafen werden.

Wir brauchen neue Zelte und Schutz gegen den Regen. Unsere Betten sind unbrauchbar geworden. Wir benötigen auch Decken und Leintücher. Wir hoffen, dass Sie uns helfen zu überleben. 

Islamic Relief arbeitet in Syrien seit dem Beginn der Krise und stellt Lebensmittel, Unterkünfte, warme Bekleidung, Wasser und Sanitäranlagen bereit, sowie auch Gesundheitspflege für mehr als 4 Millionen Menschen besonders im Norden des Landes.

Wir unterstützen ebenfalls die medizinischen Zentren, Ambulanzen und Bäckereien, damit sie weiterhin funktionieren können.


Ausserhalb von Syrien helfen wir über einer halben Million syrischer Flüchtlinge, die nach Libanon, Jordanien und Irak geflohen sind.

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