Offentliche Stellungnahme vom november 2020

 

 

 

 

Islamic Relief Worldwide (IRW) bekennt sich fest zu seinen moralischen und religiösen Standards in Bezug auf Fairness und Nicht-Diskriminierung. Jede Form von Hass seitens eines Mitarbeiters oder eines Verwaltungsratsmitgliedes ist unakzeptabel.

Wir arbeiten weiterhin daran als Organisation, alle jene auszuschliessen, die unsere Grundwerte wie, Respekt, Nicht-Diskriminierung basierend auf religiösen Werten, nicht einhalten. Leider musste einer unserer Direktoren, Tariq Abdoun, zugeben, 2014 antisemitische Kommentare und andere beleidigende und inakzeptable Kommentare über ein nicht deklariertes persönlichen Social-Media-Account, veröffentlicht zu haben. Er trat mit sofortiger Wirkung zurück und anerkennt, dass er gegen den geforderten Verhaltenskodex von IRW gehandelt hat. Er drückte zudem sein tiefes Bedauern der Beleidigungen über die jüdische Gemeinde aus und über die Rufschädigung, die er unserer Organisation zugefügt hat.

Jede Art von Hassrede und somit jeglicher Ausdruck von Antisemitismus verstösst gegen unseren Verhaltenskodex und gegen alles, wofür Islamic Relief steht.

Islamic Relief hat eine unabhängige Kommission unter dem Vorsitz des ehemaligen britischen Generalstaatsanwalts Dominic Grieve QC eingerichtet, die unser Auswahlverfahren für alle Direktoren und Verwaltungsratsmitglieder, als auch die Umsetzung des gefordertem Verhaltenskodex überprüft. Die Kommission hat nun ihre Arbeit aufgenommen und wird ihre Ergebnisse im Januar veröffentlichen. Wir haben zudem eine Schulung zur Sensibilisierung gegen Antisemitismus gestartet, an dem unsere Direktoren, die leitenden Angestellten und Verwaltungsratsmitglieder teilnehmen werden.

Islamic Relief ist eine rein humanitäre Organisation ohne politische Zugehörigkeit. Wir arbeiten daran, die höchsten humanitären Standards in Bezug auf Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit durchzusetzen, indem wir Menschen aller Glaubensrichtungen ohne Diskriminierung aufgrund der Rasse, der Religion oder des Geschlechts helfen. Es gibt keine externe Organisation, die unsere Organisation beeinflusst, geschweige denn kontrolliert. Wir lehnen jede Form von Terrorismus ab und verurteilen alle Arten von Diskriminierung als inakzeptabel. Diese Werte sind für unsere Organisation, unsere Spenderinnen und unsere Spender und die Menschen, für die wir uns einsetzen, von grundlegender Bedeutung.

Im letzten Teil des Artikels, der von Herrn Kurt Pelda am 13. November im Tages Anzeiger veröffentlicht wurde, heisst es, dass Dr. Hany die jesidische Gemeinschaft als “Teufelsanbeter” bezeichnet. Der Satz wurde jedoch aus dem Zusammenhang gerissen. Dr. Hany spricht in der 2.41 Minute des folgenden Videolinks von den Jesiden als einer Gemeinschaft, die zur Zivilisation beigetragen haben:

https://www.youtube.com/watch?v=4JYAFxSY4hI

In seiner Gesamtheit und im Kontext ist das Video ein historischer Vortrag über den positiven Beitrag einer Vielzahl von Muslimen und Nicht-Muslimen (Christen, Juden, Sabäer, Zoroaster und Jesiden) zur Entwicklung der Zivilisationen im Mittleren-Osten.

Er verweist kurz darauf, wie einige Gruppen in der Region allgemein genannt werden, um sie zu identifizieren und vorzustellen. Er nimmt Bezug auf den Beitrag dieser Gruppen zur Gesellschaft und zur Zivilisation, der den gegenseitigen Respekt fördert.

Auch in diesem Fall setzt sich Islamic Relief ohne Ausnahme für Toleranz, Respekt und Menschlichkeit gegenüber allen schutzbedürftigen Gemeinschaften ein.

Im Jahr 2015, als die Verfolgung der Jesiden-Gruppen ihren Höhepunkt erreichte, mobilisierte sich Islamic Relief zur Unterstützung von 300 Familien, die nach Sinjar flohen indem sie ihnen dringend benötigte Güter verteilten:

https://www.islamic-relief.org/assisting-yazidi-people-in-iraq/

 

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