PROJEKTE 2020

Islamic Relief realisiert jedes Jahr mehr als 300 Projekte in über 30 Ländern, um den Ärmsten zu helfen.
2020 nebst den Programmen von Ramadan, Kurban, Patenschaften für Waisenkinder und Nothilfe, hat sich Islamic Relief Schweiz engagiert 8 Projekte in den Bereichen Ernährung, Bildung, Gesundheit und Mikro-Kredite in Asien, Afrika, Osteuropa und im Mittleren-Osten zu finanzieren.

– PROJEKT WASSER

 

 

Mali

Zugang zu Wasser in den Gemeinden Tiemokola, Seyla-Missirila und Soleinkore

Mali gehört zu den 4 ärmsten Ländern der Welt und zählt mehr als 18 Millionen Einwohner. 2020 benötigen fast 4 Millionen Menschen dringend sauberes Trinkwasser und eine Million Menschen brauchen humanitäre Soforthilfe.

Islamic Relief hat eine Studie zu den Bedürfnissen in den 4 Dörfern realisiert, die unter Wassermangel leiden :

  • – Tiemokola: Dieses Dorf zählt 2040 Einwohner und nur 19,6% der Einwohner sind mit Wasser versorgt. Es existiert nur eine Handpumpe im Dorf, die den Bedarf der Bevölkerung nicht deckt.
  • – Seyla-Missirila: In dieser Ortschaft ist der Wassermangel das Hauptproblem. Mit 20 000 Einwohnern und nur einem Brunnen haben gerade mal 20% der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • – Soleinkore: Dieses Dorf zählt 1375 Einwohner und verfügt weder über einen Zugang zu Wasser noch über eine Gesundsheitseinrichtung. Parallel zum Brunnenbau, hat Islamic Relief begonnen ein Gesundheitszentrum zu errichten, um die essentiellen Bedürfnisse, was in erster Linie die Gesundheit ist, zu sichern. Der geplante Brunnen dieses Projekts dient nicht nur den Dorfbewohnern, sondern wird auch die Gesundheitseinrichtung versorgen.

Der Wassermangel in diesen Dörfern ist während der Hitzeperioden noch schwerwiegender. Es herrscht Dürre und das Brunnenwasser wird noch rarer. Die Regensaison kontaminiert das Wasser und verunreinigt es, was schlimme Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung hat.

Frauen und Kinder sind die Ersten, die vom Wassermangel betroffen sind, denn sie verwenden zwei Drittel ihrer Zeit für die Suche und Abfüllung von Wasser, welches nicht immer trinkbar ist.

Das Projekt

Das Projekt hat das Ziel drei Wassersysteme mit Solaranlagen aufzubauen, um sauberes Trinkwasser für 6000 Menschen bereitzustellen. Auch die neue Entbindungsstation wird auch damit versorgt.

Akitivitäten

  • – Geophysische Studien : Eine technische Studie wird realisiert, um den idealen Standort für die Brunnenbohrung zu definieren. Der Standort für die Bohrung muss genügend Wasser haben. Die Orte werden in Partnerschaft mit den lokalen Behörden und Vertretern jeder Gemeinde ausgesucht, im besonderen Frauen, denn sie sind es, die am meisten Brunnenwasser verwenden.
  • – Bohrung des Brunnens und Tests: Sobald der Ort identifiziert ist können die Bohrungen beginnen. Danach werden Tests zur Wasserqualität im Labor gemacht, um sicherzustellen, dass das Wasser zum Trinken geeignet ist.
  • – Installation der Solaranlagen, Wasserleitung und zwei Wasserhähne pro Dorf: In zwei Dörfern werden 4 Verteilungsstellen installiert. Jede dieser Stellen wird mit 2 Wasserhähnen ausgestattet. Im dritten Dorf wird eine Verteilungsstelle im Hof der Entbindungsstation errichtet und auch mit 2 Wasserhähnen ausgestattet. Ein anderer Verteilungspunkt wird neben den Toiletten aufgestellt und zwei andere in zwei Räumen des Zentrums.

Afghanistan

Brunnenbohrung

Afghanistan lebt seit 40 Jahren zwischen Kriegen und Konflikten und ist dadurch ein völlig zerstörtes Land, das sich nicht erholen kann.

Über 54% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, im Winter sind es gar über 67%. Islamic Relief eröffnete 1999 sein Büro in Afghanistan und führt Notfall- und Entwicklungsprojekte in 8 Provinzen des Landes durch, um das Leben der ärmsten Menschen zu verbessern.

Die Provinz Balkh liegt im Nordwesten des Landes. In den letzten Jahren hat diese Region unter den Folgen der globalen Klimaerwärmung gelitten. Mit weniger Schneefall und weniger Regen, sank der Wasserstand der Flüsse und des Grundwassers dramatisch und die Brunnen trockneten aus.

Wiederkehrende Konflikte und Naturkatastrophen haben für die Menschen direkte Auswirkungen auf den Zugang zu Wasser, insbesondere für die Vertriebenen. Der Mangel an sauberem Trinkwasser hat schwerwiegende gesundheitliche Folgen und kann manchmal zu schweren Krankheiten führen. Eine Brunnenbohrung kann sich als ein wirksames Mittel auf Wasserprobleme erweisen und würde den Alltag vieler Familien auf nachhaltige Weise erheblich erleichtern.

Viele Menschen flohen vor den Gewalttätigkeiten um Zuflucht in der Provinz Balkh zu suchen, insbesondere in den Distrikten Dehdadi und Nahr-e-Sadi. Heute leben in diesen Distrikten viele Vertriebene, aber es fehlt ihnen die notwendige Infrastruktur.

Das Projekt

Krankheiten im Zusammenhang mit sauberem Trinkwasser in der Provinz Balkh für 4200 Bewohner reduzieren.

4 200 Menschen in der Provinz Balkh mit der Errichtung von 30 Brunnen mit sauberem Trinkwasser versorgen.

  • 1 500 CHF für einen Brunnen

Massnahmen zum Projekt

  • – Koordination mit den lokalen Behörden, um die Erlaubnis zu erhalten
  • – Technische Studie und Machbarkeit von Brunnenbohrungen
  • – Errichtung der Brunnen
  • – Bildung von Koordinationsgruppen für die Verwendung von Brunnenwasser

Begünstigten

  • – Vertriebene und Zurückgekehrte Personen
  • – Waisenfamilien
  • 4 700 Menschen im Ganzen (durchschnittlich 160 Menschen pro Brunnen)

– PROJEKT ERNÄHRUNG

Niger

Kampf gegen Unterernährung in Balleyara Niger

Islamic Relief Niger hat sein Büro 2005 offiziell eröffnet. Das aus 30 Mitarbeitern bestehende Team führt Projekte in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gesundheit und Ernährung, Wasser und die Betreuung von Waisen durch. In den letzten Jahren konnten solide Beziehungen zu Regierungen, lokalen Behörden, institutionellen Partnern, Begünstigten sowie zu lokalen, internationalen und UN-Organisationen aufbaut werden.

Auch der Klimawandel steht im Mittelpunkt der Arbeit von Islamic Relief im Niger. Zwischen 2013 und 2017 hat die Organisation 4 Projekte zur Wiederherstellung von 328 Hektar Ackerland in Tillabéri ins Leben gerufen. Darüber hinaus wurde ein Wiederaufforstungsprojekt durchgeführt, bei dem karges Land in einen Wald mit 40 000 Eukalyptusbäumen umgewandelt wurde. Diese Projekte haben sich sehr positiv auf die Ernteproduktivität und die Fütterung der Tiere ausgewirkt. Die Rehabilitationsmassnahmen konzentrierten sich darauf gemäss der Halbmondmethode die Bodenerosion zu verhindern. Das Pflanzen von Eukalyptus hat die Bodenfruchtbarkeit verbessert und die verheerenden Auswirkungen von Überschwemmungen verringert.

IR Aktionen Lebensmittelsicherheit im Niger

Seit 2005 hat Islamic Relief mehrere Gesundheits – und Ernährungsprojekte in 8 Bezirken der Region Tillaberi und Dosso durchgeführt.

Zahlen seit 2005

– 74 000 unterernährte Kinder in 41 Zentren behandelt

– 350 Personen im medizinischen Bereich ausgebildet

– 5 Gesundheitszentren errichtet oder saniert und ausgestattet

–  Stärkung der Kapazitäten von 213 Freiwilligen

– 10 000 Mütter sensibilisiert, wie Unterernährung verhindern

In der ersten Phase dieses Projekts, das 2019 begann, wurde festgestellt, dass die Unterernährung von Kindern unter 5 Jahren das grösste Problem ist. In dieser zweiten Phase wurden die Ursachen der Unterernährung analysiert, um sich verstärkt auf die Prävention zu konzentrieren. Im Falle einer Unterernährung erfolgt eine Überweisung an das vorhandene Zentrum. Daten aus dem Bezirk Balleyara zeigten, dass sich die Unterernährung in dieser Region ausbreitet. 2019 wurden 1 596 Fälle von Kindern mit akuter Unterernährung in ambulanten Therapiezentren (CRENAS) und 2 321 Kinder mit mittelschwerer Unterernährung bei CRENAM registriert. Von Oktober bis Dezember 2019 wurden in dem von Islamic Relief eingerichteten Intensivzentrum für Ernährung (CRENI) 113 Fälle von Kindern mit Komplikationen aufgenommen. Dies bedeutet, dass die meisten Fälle von Mangelernährung, vor der Ernte am höchsten ist, da die Lebensmittelvorräte der Haushalte fast aufgebraucht sind und Malaria zunimmt (August bis September). Die Gesundheitsprognosen 2020 für den Bezirk:

  • – 2 962 Kinder, die an mittelschwerer Unterernährung leiden, werden im CRENAM behandelt
  • – 1 664 mit akuter Unterernährung, aber ohne Komplikation, werden im CRENAS behandelt.
  • – 250 mit akuter Unterernährung und Komplikationen, werden im CRENI behandelt

Der Aufwand der Kliniken für die Versorgung von Unterernährten ist enorm und die Haushalte müssen besonders auf die Gesundheit und Ernährung der Kinder achten. Beispielsweise wurde im Oktober 2019 vom CRENI die Sterblichkeitsrate, verbunden mit akuter Unterernährung, auf 8,89% geschätzt, während laut Gesundheitsbehörden die Sterblichkeitsrate auf Gemeindeebene sogar noch höher ist. Die Sterblichkeitsrate war darauf zurückzuführen, dass sich die Menschen zu spät ins CRENI begeben haben. Dies wiederum war auf die Unkenntnis über die Folgen der Unterernährung und das angemessene Verhalten, das die Mütter anwenden sollten, zurückzuführen. Die Hauptursachen für die anhaltende Unterernährung sind vielfältig und komplex. Die häufigsten Ursachen für Unterernährung sind Schwierigkeiten genügend zu essen, unangemessene Ernährungsgewohnheiten, geringes Einkommen, schlechte Hygiene und schlechte Gesundheitsbedingungen (Malaria usw.).

Das Projekt

In 4 Döfern des Bezirks Balleyara, die Zahl der Unterernährten reduzieren

  • – Ernährungspraktiken in 300 Haushalten verbessern
  • – Den Schutz für kleine Kinder verstärken und der Unterernährung vorbeugen

Begünstigten

Männer : 1 038

Frauen : 1 062

Anzahl Begünstigte: 2 100             

– PROJEKT GESUNDHEIT

Mazedonien

Ausstattung des Spitals von Kercova

Islamic Relief führt seit vielen Jahren mehrere Projekte in Nordmazedonien durch, insbesondere während Ramadan und Kurban. Zusätzlich zu diesen Programmen wurden auch ein  Projekt zur Ausstattung von Schulen durchgeführt.

Seit seiner Unabhängigkeit 1991, ist das Land weiterhin mit zahlreichen Schwierigkeiten konfrontiert, unter anderem im Gesundheitssektor.

Nach einer Studie zur Ermittlung der vorrangingen Bedürfnisse in Kercova, stellte sich heraus, dass im regionalen Krankenhaus ein grosser Mangel besteht. Das Allgemeine Krankenhaus von Kercova ist das einzige medizinische Zentrum in der Region und verfügt nicht über die Mittel und die medizinische Grundausstattung, um ordnungsgemäss zu funktionieren. Dieses Krankenhaus operiert jedes Jahr über 35 000 Menschen und nimmt durchschnittlich fast 1000 Menschen für verschiedene Behandlungen auf. Krankenwagen sind vorhanden, aber  in einem sehr schlechten Zustand und es fehlt ihnen an jeglicher Ausrüstung.

Das Spital hat 80 Betten, die in schlechtem Zustand sind. Seit mehr als 30 Jahren wurden sie nicht ausgewechselt. Viele Geräte sind zudem nicht mehr funktionstüchtig.

Das Projekt

Langfristiges Ziel : Die Gesundheitsversorgung in Kercova verbessern

Kurzfristiges Ziel: Ausstattung des Spitals von Kercova, um 35 000 Patienten eine angemessene Versorgung zu bieten.

Massnahmen :

  • – Instandsetzung eines vollausgestatteten Krankenwagens
  • – Ausstattung von 80 Betten
  • – Medizinisches Material, 80 Betten voll ausstatten , 1 Elektrokardiogramm, 4 Überwachungsbildschirme, 2 Inhaliergeräte und 2 Absauggeräte

Begünstigte

35 000 Patienten der gesamten Region Kercova werden von diesem Projekt profitieren.

Kosovo

Medizinische Versorgung zu Hause für die Ärmsten der Stadt Vushtri im Kosovo

Islamic Relief hat im Kosovo 1997 begonnen zu arbeiten, um den Opfern des Krieges zu helfen. Seitdem haben unsere Teams zahlreiche Projekte durchgeführt, in den Bereichen Wasser, Bildung oder auch Gesundheit, welche mehr als eine Million Begünstige erreicht haben.

 

Das Land hat noch ein sehr schwaches Gesundheitssystem und die armen Menschen, besonders in ländlichen Gebieten, haben nur sehr schwer Zugang zu einem Gesundheitszentrum. Gemäss einer durchgeführten Studie von Islamic Relief und den lokalen Behörden der Stadt Vushtri, hat sich herausgestellt, dass ein erheblicher Mangel für die Pflege von sehr schwachen Menschen besteht.

Die Stadt Vushtri zählt mehr als 70 000 Bewohner. Es handelt sich um die neuntgrösste Stadt im Kosovo. Leider übernimmt der Kosovo keine häusliche Pflege, was sich auf die Gesundheit der Menschen auswirkt, die keine Mittel haben, um sich in ein Krankenhaus oder zu einem Arzt zu begeben.

DAS PROJEKT

Das Projekt hat als Ziel die Gesundheit von mehr als 7000 Menschen zu verbessern, besonders von Waisen, jungen Müttern, Betagten, behinderten Personen und Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden. Die Empfänger erhalten häusliche Krankenpflege, die ihren Alltag erleichtert und ihre Ausgaben für die Gesundheit deutlich reduzieren. Die kranken Menschen, die keine stationäre Behandlung benötigen, profitieren von regelmässigen Hausbesuchen und einer angemessenen Behandlung. Seit 2017 konnten mehr als 11 000 Menschen von diesem Programm profitieren und wir haben gesehen, dass sich dadurch ihre Gesundheit verbessert hat.

DIE EMPFÄNGER

  • – 500 junge Mütter
  • – 500 Babys
  • – 5000 ältere Menschen
  • – 1000 behinderte Personen
  • – Sensibilisierung über die Behinderung für 1500 Familien
  • – Sensibilisierung über Brustkrebs für 1500 Frauen
  • – Sensibilisierung zum Stillen für 1500 Frauen

 

Albanien

Bau eines Gesundheitszentrums im Dorf Shenepremte, der Präfektur Lushnje, Albanien

Islamic Relief arbeitet seit 1991 in Albanien und führt Notfall- und Entwicklungsprojekte durch, insbesondere im Gesundheits- und Bildungssektor. So konnten die Teams vor Ort seit 2011 mehrere Schulen sanieren und ein Dutzend Gesundheitszentren im ganzen Land errichten.

Seit 1991 hat Islamic Relief mehr als 20 Millionen Franken durch Projekte verteilt, die es ermöglichten fast 800 000 Menschen zu unterstützen.

 

Trotz der Bemühungen der Regierung das Gesundheitssystem zu verbessern, bleibt der Bedarf, insbesondere in ländlichen Gebieten, enorm. Laut einer Studie des Instituts für Statistik aus dem Jahr 2018, sind 27% der Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 16% auf Krebs zurückzuführen.

Obwohl die Grundversorgung jetzt für die gesamte Bevölkerung kostenlos ist, bleibt das Problem des Zugangs bestehen. In der Tat haben ländliche Gebiete nicht immer Zugang zu einem nahegelegenen Gesundheitszentrum, und die Bewohner haben nicht immer die Mittel, um zum nächsten Gesundheitszentrum zu gelangen. 34% der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren geben an, Schwierigkeiten zu haben, zu einem Gesundheitszentrum zu gelangen.

Zudem mangelt es den Spitälern und Gesundheitszentren an medizinischem Material und es ist somit schwierig die Patienten und Patientinnen angemessen zu versorgen.

Das Projekt

Den Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung für die Bewohner von Shenepremte verbessern.

  • – 1500 Menschen ermöglichen, dank dem Bau und der Ausstattung eines Gesundheitszentrums, sich behandeln zu lassen.
  • – Impfung der Kinder von Shenepremte
  • – Sensibilisierungskampagnes zum Thema Gesundheit

Das Gesundheitszentrum wird folgendermassen bestehen :

  • – Ein Behandlungszimmer für junge Mütter und ihre Babys
  • – Ein Behandlungszimmer für Patienten
  • – Ein Wartezimmer
  • – Toiletten

Zudem sichert Islamic Relief medizinisches Material für ein ganzes Jahr zu:

  • – Einwegprodukte (Spritzen, Verbände, Pflaster, Kompressen, Handschuhe, …)
  • – Betten
  • – Krankentrage
  • – Untersuchungstische
  • – Personen- und Babywaage
  • – Bettpfannen
  • – Kits für kleine chirurgische Eingriffe
  • – Sterilisatoren
  • – Glukosemessgeräte
  • – Sauerstoffgeräte für den Notfall
  • – Stethoskope (für Erwachsene und Ungeborene)

Begünstigten

Dieses richtet sich an die 1 500 Einwohner des Dorfes Shenepremte.

 

– PROJEKT BILDUNG

Jordanien

Schulische Unterstützung für syrische und jordanische Kinder im Flüchtlingslager Al Ramtha

Islamic Relief hat seine Arbeit in Jordanien 1997 als erstes mit dem Patenschaftsprogramm für Waisenkinder begonnen. Heute erreichen unsere Aktionen mehr als 860 000 Menschen und vor allem viele syrische Flüchtlinge. Diese Programme decken Bereiche für Gesundheit, Bildung und Projekte zur Sensibilisierung für Frauen, die Gewalt erfahren haben.

 

Jordanien ist ein Land, welches die meisten syrischen Flüchtlinge beherbergt. Im Januar 2020 zählte man mehr als 650 000. Die Flüchtlingskrise hat verheerende Folgen auf die Infrastrukturen der Grundversorgung, die sich deutlich verschlechtert haben.

Die Mehrheit der syrischen Flüchtlinge lebt in Städten und mehr als 80% leben unterhalb der Armutsgrenze. 51% der Flüchtlinge sind Kinder, welche die Mehrheit ausmachen! Die syrischen Familien kämpfen, um zu überleben und um Zugang zu Grundbedürfnissen zu haben. Die Möglichkeit zu arbeiten bleibt sehr schwierig und die Schulen sind überfüllt und können nicht alle syrischen Kinder aufnehmen.

Gemäss den gesammelten Daten von Islamic Relief, sind 2000 Kinder nicht eingeschult und benötigen dringend schulische Unterstützung.

DAS PROJEKT

  • Nachhilfekurse anbieten und das Lernen der arabischen und englischen Sprache sowie Mathematik

Islamic Relief hat bereits in Al Ramtha Klassenzimmer eingerichtet, die mit allem notwendigen Material ausgestattet sind. Die 70 Schüler, die von diesem Projekt profitieren, sind in 3 Gruppen eingeteilt, welche für jedes Fach das Klassenzimmer wechseln.

Den syrischen Kindern einen Raum für Freizeit und Spiele anbieten .

Den Kindern werden folgende ausserschulische Aktivitäten kostenlos angeboten:

  • – Fussball
  • – Lego
  • – Bildende Kunst

Zudem werden Gruppenaktivitäten realisiert, damit jedes Kind in einer ruhigen und sicheren Umgeben über seine Gefühle sprechen kann.

BEGÜNSTIGTE

  • – 70% der syrischen Flüchtlingskinder in Jordanien
  • – 30% der jordanischen Kinder aus sehr armen Familien und einer gescheiterten Schulbildung

Libanon

Syrien Schutz der syrischen Flüchtlingskinder im Libanon

Viel zu viele syrische Flüchtlingskinder im Libanon sind sich selbst überlassen und grosser Gefahr ausgesetzt. Der Libanon zählt zu den Ländern, welche trotz ihrer schwachen Wirtschaftslage, am meisten syrische Flüchtlinge aufnimmt. Der Syrienkonflikt hat das Wirtschaftswachstum des Landes geschwächt.

Die Bedürfnisse der Flüchtlinge nehmen weiter zu und die Regierung ist nicht wirklich im Stande darauf zu antworten. Die ersten Opfer dieser Situation sind die Kinder. Vom Krieg traumatisiert, haben sie keinen Zugang zu Schulbildung und sind Gewalt und Trennung ausgesetzt. Sie leiden unter dem Verlust von Familienmitgliedern und leben unter extrem prekären Bedingungen.

Der libanesische Erziehungsminister bemüht sich die Unterstützung der öffentlichen Schulen zu verstärken, jedoch fehlen 420 000 Plätze. Die Bedürfnisse in Sachen Bildung und psychologischer Unterstützung sind beträchtlich.

Allgemeine Zielsetzung

Den Zugang zu Bildung verbessern und das seelische Leiden der syrischen und palästinensischen Flüchtlingskinder lindern.

  • – Den syrischen und palästinensischen Flüchtlingskindern eine formelle und informelle Bildung ermöglichen.
  • – Schutz und psychologische Unterstützung für syrische und palästinensische Flüchtlingskinder.

Massnahmen

  • –  Unterstützung von 650 Kinder, welche ins libanesische Schulsystem integriert wurden
  • – Eine Grundausbildung für 250 Kinder bieten
  • – Ausstattung von 4 Bildungszentren
  • – Die Lebensqualität von 800 Kindern verbessern
  • – Sensibilisierung von 250 Eltern für den Schutz der Kinder gegen Gewalt und Missbrauch
  • – Betreuung und Schutz von 50 Einzelfällen

Begünstigten

  • – Kinder zwischen 5-17 Jahre
  • – Junge Erwachsene zwischen 18-28 Jahre
  • – Arme Familien
  • – Kinder, die Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind

Myanmar

Den Zugang zur Schulbildung der Kinder von Rakhine verbessern

Islamic Relief hatte seinen ersten Einsatz in Myanmar 2008, um den 100 000 Opfern des Zyklon Nargis zu helfen.

Seitdem arbeiten unsere Teams für die Bedürftigen und setzen sich nicht nur mit Notfallhilfeprogrammen ein, sondern realisieren auch Entwicklungsprojekte, besonders im Bereich Gesundheit und Bildung. Aktuell sind 17 Projekte dabei umgesetzt zu werden, von welchen Tausende arme Familien profitieren.

Der Bundesstaat Rakhine befindet sich im Westen von Myanmar. Es handelt sich um eine Gegend mit einer Armutsrate von 78%, welche weit über dem nationalen Durchschnitt von 37,5% liegt. In den letzten 7 Jahren hat sich die Armut aufgrund der internen Gewalttätigkeiten, den enormen Flüchtlingsströmen und Bewegungseinschränkungen, stark zugenommen. 150 000 Rohingyas leben immer noch in überfüllten Flüchtlingslagern.

Die zahlreichen Einschränkungen beeinträchtigen den Alltag der Menschen erheblich. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeit existiert praktisch nicht.

In Sachen Bildung, begeben sich die geflüchteten Kinder in die nächstgelegene Schule. Die Klassen sind überfüllt und die Eltern ziehen es vor ihre Kinder aus den Schulen zu nehmen, besonders die Mädchen.

Das Projekt

Ziele des Projekts : 

  • – Erhöhung der Anzahl Einschulungen bei den Flüchtlingskindern
  • – Den Zugang zu Wasser zu verbessern

Ergebnisse des Projekts :

  • – Bau einer Schule mit 3 Klassenzimmern
  • – Eine Schule ausstatten
  • – Installation eines Brunnens in der Nähe der Schule
  • – Installation von 4 Toiletten für die Schule

Die Empfänger

  • – 360 Schüler
  • – 8 Lehrer
  • – 20 Handwerker

– PROJEKT VERBESSERUNG DER LEBENSBEDINGUNGEN

Gaza

Unterstützung zum Schutz von Waisenkinder

Im Gazastreifen schreitet die Rezession an allen Bereichen weiter: Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Bildung … Armut ist weit verbreitet und betrifft heute 53% der Bevölkerung, von denen 48% Kinder sind.

Aufeinanderfolgende Kriege, regelmässige Angriffe und willkürliche Inhaftierungen lassen Tausende von Kindern allein und ohne Schutz. Laut UNICEF ist Gewalt gegen Kinder weit verbreitet, egal ob physisch oder psychisch. In der Tat leiden die Kinder in Gaza nicht nur unter den dramatischen Folgen des Embargos und der fortwährenden Konflikte, sondern auch unter häuslicher Gewalt. Die Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden sind katastrophal und verhindern, dass sie in einer gesunden und sicheren Umgebung aufwachsen.

 

 

Islamic Relief führt Notfall – und Entwicklungsprojekte in Gaza in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Verbesserung der Lebensbedingungen und Patenschaften für Waisenkinder durch. Wir unterstützen heute mehr als 7 000 Waisenkinder in Gaza. Das Büro in Gaza arbeitet eng mit dem Waisenhaus Al Amal zusammen. Heute möchte sich das Waisenhaus weiterentwickeln, um die Unterstützung für Kinder aus schutzbedürftigen Familien, insbesondere für Kinder, die ihren Vater verloren haben, zu erweitern. Ziel ist es, Waisen und Waisenfamilien besser zu versorgen und angemessen zu schützen.

Das Waisenhaus Al Amal wurde 1949 gebaut, hat Platz für 120 Waisenkinder und gilt als einer der besten Orte, um gefährdete Waisenkinder aufzunehmen. Diese werden beherbergt und erhalten Mahlzeiten, Kleidung, Gesundheitsversorgung und Unterricht.

Die Grundbedürfnisse sind abgedeckt, aber das psychische Wohlbefinden des Kindes wird nicht berücksichtigt. Seit seiner Gründung im Jahr 1949 hat das Waisenheim keine neuen Begleitmassnahmen entwickelt, die mittlerweile unerlässlich sind. Es ist wichtig, über die materielle Versorgung von Waisenkindern hinauszugehen und sich der emotionalen Betreuung zuzuwenden.

In Gaza verfügt Islamic Relief über umfangreiche Erfahrungen in psychosozialer Unterstützung kleiner Kinder, insbesondere von Waisenkindern. Um Waisenkinder besser unterstützen zu können, ist es unerlässlich, ein Gleichgewicht zwischen materiellen und emotionalen Bedürfnissen zu finden. Islamic Relief beabsichtigt daher, dem Waisenhaus Al Amal mit einem Kinderschutzprogramm und der Ausbildung von Lehrkräften zu unterstützen.

Das Projekt

Ziel dieses Projekts ist es, Waisen in Gaza besser zu schützen und zu betreuen, um sie vor häuslicher Gewalt zu schützen und sie sozial- psychologisch zu begleiten. Um die erwarteten Ziele zu erreichen, wird das Projekt aus drei Teilen bestehen:

  • – Die Kapazitäten des Waisenheims Al Amal verbessern : Das Projekt sieht die Einführung und Anwendung von Kinderschutzrichtlinien, sowie Praktiken zur psychosozialen Betreuung von Waisenkindern vor. Das Personal des Zentrums wird geschult und auf den neusten Stand gebracht. Das Team wird durch psychiatrische Fachkräfte ergänzt. Das interne System und die interne Verwaltung müssen ebenfalls durch die Einführung neuer Tools für die Datenverwaltung, Überwachung und Bewertung aktualisiert werden.
  • – Verbesserung der Fähigkeiten und Leistungen des Personals zur Wiedereingliederung : Der Aufbau der technischen Kapazitäten des Personals der sozialen Dienste ist von entscheidender Bedeutung, und es wird ein geeignetes Programm eingerichtet. Das Personal wird geschult und überwacht, damit gute Wiedereingliederungsdienste geboten werden können. Zu den Elementen des Programms zum Kapazitätsaufbau gehören intensive Schulungen zum Kinderschutz, sowie Mechanismen zur Berichterstattung und Begleitung.
  • – Anerkennung von Al-Amal im Rahmen des Kinderschutzes : Obwohl der Schutz, der Respekt und die Umsetzung der Kinderrechte in erster Linie in der Verantwortung der Regierung liegen, wird das Al Amal-Institut seine Rolle im Kinderschutz aktivieren und sich mit einer Reihe von Akteuren abstimmen, um einen besseren Ansatz für die Betreuung gefährdeter Waisenkinder zu erreichen.

Ziel des Projekts

Allgemeines Ziel: Den Schutz von Waisen im Gazastreifen verstärken.

  1. Phase der Aktivitäten:
  • – Entwicklung von Leitfäden und Richtlinien zum Kinderschutz
  • – Einrichtung einer Datenbank und eines Verwaltungssystems
  • – Implementierung von Überwachungs- und Bewertungsinstrumenten
  1. Phase der Aktivitäten:
  • – Einführung eines Protokolls zur sozialen Wiedereingliederung
  • – Einführung eines Programmes zum Aufbau der Kapazitäten
  • – Schulung und Überwachung der pädagogischen Lehrkräfte
  • – Einführung eines Programms zur psychosozialer Unterstützung
  1. Phase der Aktivitäten:
  • – Aufnahme von Al Amal ins Netzwerk des Kinderschutzsystems
  • – Einführung eines Aufnahmeverfahrens von Waisen
  • – Einführung eines Rechtsschutz- und Finanzierungs-Service für Waisen

Begünstigte

  • – Waisenheim Al Amal
  • 200 Waisen

Jemen

Notfallhilfe für die Opfer des Konflikts im Jemen

Islamic Relief ist seit 1998 im Jemen tätig und ist derzeit in 19 der 22 Provinzen mit Teams vertreten (Sanaa, Aden, Taiz, Lahj, Abyan, Amran, Shabwah, Mareb, Saada, Hodeida, Hadramout und Dhamar).

In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, haben wir bereits Nahrungsmittelhilfe an 1,7 Millionen Menschen verteilt. Wir haben ausserdem 21 Krankenhäuser und Kliniken im ganzen Land ausgestattet, um die vielen Kranken, Verletzten und Menschen mit Mangelernährung zu versorgen.

 

Im Jemen leiden 53% der Bevölkerung an Unterernährung, und diese Zahl steigt weiter. Konflikte, Angriffe, Bombardierungen, Cholera, Hungersnot und jetzt noch COVID19, führen dazu, dass sich das Land nicht erholt und in eine beispiellose Lebensmittelkrise, sowie in eine sozialewirtschaftliche und humanitäre Krise versinkt.

Trotz aller Schwierigkeiten und wachsender Unsicherheit, arbeiten unsere Teams weiterhin unermüdlich im Land, um wichtige Hilfe zu leisten. Heute ist es dringend erforderlich, alles zu tun, um sicherzustellen, dass das Land nicht in eine Hungersnot gerät und die Bevölkerung Zugang zu einem Minimum an lebenswichtigen Erzeugnissen hat.

Das Projekt

Zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Ärmsten von Jabal Asharq à Dhamar beitragen.

Erwartete Ergebnisse

  • – Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für 120 Familien
  • – Verteilung von Lebensmittelpaketen an die ärmsten Familien

Tschetschenien

Dank Geflügelzucht die Lebensbedingungen armer Familien in Tschetschenien verbessern

Islamic Relief arbeitet in Tschetschenien seit 1994, um die Lebensbedingungen von armen Familien, besonders in Grosny, zu verbessern. Seit Kriegsende haben unsere Projekte Sanierungen und Aufbau von Schulen, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Arme, die Durchführung von saisonalen Programmen und Einrichtung von Bildungszentren, Programme für Einkommensbringende Tätigkeiten für Witwen und Projekte um Landwirte zu unterstützen ermöglicht.

 

Tschetschenien zählt fast 1 200 000 Einwohner, von denen 66% in ländlichen Gebieten leben. Trotz der wirtschaftlichen Verbesserungen, benötigen immer noch zahlreiche Familien Hilfe. 380 von den 428 Dörfern wurden im Tschetschenienkrieg bombardiert, was enorme Spuren hinterlassen hat. Diese Region ist somit die ärmste in Russland, mit einer informellen Wirtschaft, Rückstände von Minen, geringen Investitionen und einer hohen Arbeitslosenrate.  Die Witwen und Waisenfamilien sind die Schwächsten unter den Ärmsten. Diese Familien brauchen dringend Hilfe, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Die Landwirtschaft und die Viehzucht sind die 2 wichtigsten Bereiche der Region. Indem den armen Familien die Möglichkeit gegeben wird Hühner zu züchten, können wir ihnen helfen ihre Lebensbedingungen wesentlich zu verbessern.

Das Projekt

Die Auswirkung der Projekte auf lange Hinsicht : Die Lebensbedingungen von 135 Familien, die in ländlichen Gebieten leben, durch Hühnerzucht verbessern.

Kurzfristige Ziele des Projekts :

  • – Die Lebensmittelsicherheit und das Einkommen von 670 Menschen, davon 400 Kinder, zu stärken.
  • – Den schwachen Familien eine regelmässige Versorgung ermöglichen (Eier und Hühnerfleisch)

Die Begünstigten

Die Begünstigten sind Waisenfamilien und sehr arme Familien, die Erfahrungen mit Viehzucht haben.